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Sehenswürdigkeiten Aschersleben


Wahrzeichen und Kleinod in einem ist für Aschersleben die Historische Stadtbefestigungsanlage. Große Teile der Wehranlagen aus dem vierzehnten und sechzehnten Jahrhundert sind in der ältesten Stadt Sachsen-Anhalts noch gut erhalten. Die gesamte Innenstadt wird von einem etwa 2 km. langen Stadtmauerring umschlossen und ist auf einem grünen Promenadenweg begehbar. Die Stadt und ein Förderkreis bemühen sich gemeinsam die Mauer und Türme der Wehranlage zu erhalten. Von ehemals 51 konnten 15 der Wehr- und Wachtürme erhalten und zum großen Teil restauriert werden.

Am Ascherslebener Rathaus können architekturhistorische Merkmale des sechzehnten und des neunzehnten Jahrhunderts besichtigt werden. 1517/1518 wurden die Giebelwand des Ostflügels, der Südflügel und der Erker am Nordflügel errichtet. Am Treppenturm und am Osterker kann man bauliche Spuren der Gotik und Renaissance erkennen. Der wehrhafte Hauptturm ist den Stadtmauertürmen sehr ähnlich. Er ist bis auf die Haube wahrscheinlich älter und gleich bleibend erhalten. Im Ratskeller kann man noch die alten Kreuzgewölbe bewundern. Auch die originelle Turmuhr, bei der zu jeder vollen Stunde zwei goldfarbene Ziegenböcke mit den Köpfen aneinander prallen, ist sehenswert. Das Pfarrhaus der evangelisch-reformierten Gemeinde steht rechts neben dem Rathaus. Es wurde 1910 errichtet und hat einen bemerkenswerten Erker mit Beschriftung.

Das älteste Profangebäude Ascheslebens und eines der ältesten seiner Art im Mitteldeutschen Raum ist der Graue Hof, ein vormals gräflicher Wirtschaftshof. Die erst urkundliche Erwähnung des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1309. Wahrscheinlich war die Hofanlage ursprünglich ringförmig und geschlossen. Heute ist lediglich noch der Ostflügel erhalten. Der Spitzbogen über der Tordurchfahrt in der Hofseite und das Drillingsfenster in der Vorderfront sind der frühgotischen Zeitepoche zuzuordnen (wahrscheinlich Ende des dreizehnten Jahrhunderts). Die bis heute erhaltenen Teile verkörpern ein exzellentes Vorbild von einem mittelalterlichen Hof.

Die vormalige Franziskaner-Klosterkirche befindet sich auf dem Markt. Ihre frühgotische Bauform lassen auf das Ende des dreizehnten Jahrhunderts schließen. Sie hat eine einfache Bauform ist absolut symmetrisch und einschiffig. Die Klosterkirche ist weitgehend unverändert erhalten geblieben. Eine unerhebliche Veränderung erfolgte 1910 durch die Aufrichtung des Glockentürmchens auf die Initiative des Stadtbaurats Hans Heckner. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde die Kirche kontinuierlich zweckentfremdet bewirtschaftet. Sie diente so nach 1533 zum Beispiel als Gerätehaus und als Getreidelager. Als Garnisonskirche für die in der Stadt stationierten Kürassiere fand sie Verwendung. Schließlich kaufte gegen Ende des 20. Jahrhunderts die katholische Gemeinde und gab dem Gotteshaus den Namen „Heilig-Kreuz-Kirche“.

Ein weiteres zentral gelegenes Gebäude in Aschersleben ist die Stephanikirche, die Stadtkirche des evangelischen Glaubens. Im Jahre 1406 begann man mir dem Bau des Gotteshauses und 1507 wurde er abgeschlossen. Zum Bau der Kirche fanden grauer Sandstein aus den Ascherslebener Stephanskuhlen und gelber Quedlinburger Sandstein Verwendung. Anbauten kann man im Norden, Osten aber auch im Süden des Chores erkennen. Das zweite Geschoss des Nordanbaus und der 84 Meter hohe Treppenturm weisen Einflüsse der Renaissance auf. In der Stephanikirche kann der Besucher bemerkenswerte kunstwissenschaftliche Objekte besichtigen: ein Bronze-Taufbecken aus dem Jahre 1464, eine Renaissance-Orgelempore, ein Kirchstuhl aus der Spätrenaissance an der Nordseite des Chores. Die zwei gemalten Triptychen sind ebenfalls bemerkenswert. Sie sollen, wie auch paar weitere Bildnisse, der Cranach-Schule zu zuordnen sein. Es waren zwei Türme vorgesehen von denen nur der Südturm vollendet wurde. Aschersleben feierte im Jahr 2007 der 500-jährige Jahrestag der Stephanikirche.

In der Hecknerstrasse befindet sich das Bestehornhaus. 1908 wurde es errichtet und durch die Unternehmerfamilie Bestehorn der Stadt zur Verfügung gestellt. Heute finden in den Räumlichkeiten diverse Veranstaltungen wie Konzerte, Empfange, Bälle, Faschingsfeiern, Theateraufführungen oder Gastauftritte bekannter Künstler statt.

Das am Markt befindliche Städtische Museum widmet sich der Geschichte der Stadt Aschersleben. Im Erdgeschoss wird eine archaische Galerie mit Ausstellungsstücken des Jungsteinzeit, der Bronzezeit sowie der Eisenzeit präsentiert. Beachtenswert ist das römische Arztbesteck aus dem Dritten Jahrhundert, das als einziges bisher abseits der Grenzen des Römischen Reiches entdeckt wurde.

Einige reizvolle Grünanlagen finden sich inmitten der Stadt, dazu zählen Herrenbreite sowie die Stadtpark. Etwas abseits der Stadt befindet sich das Naherholungsgebiet Alte Burg, mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, darunter der Zoologische Garten Aschersleben - gelegen im Südwesten der Stadt, dem Planetarium - mit seinen lehreichen Fachvorträgen, Himmelsbeobachtungen und Veranstaltungen, sowie dem Hexenturm. Der über 2 km. langer Ascherslebener Promenadenring umgibt seitwärts der alten Stadtmauer als Grüngürtel die Altstadt.


 

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